Ort

HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich
Lagerstrasse 5
8021 Zürich

Datum

28. Januar 2021

Zeit

13.00 Uhr bis 18.15 Uhr

Anmeldung

28. Januar 2021 / Zürich

Schweizerische Tagung für HR/Interne Kommunikation
Trust rocks! Vertrauen fördern, Engagement stärken

Vertrauen untereinander, Vertrauen zu den Vorgesetzten und in die Firma: Es gibt keine bessere Grundlage für das Engagement, die Innovationsfreude und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden.

Welche Voraussetzungen muss das Management schaffen, um eine Vertrauenskultur zu ermöglichen? Welchen Anteil haben das HR und die Kommunikation bei der Lancierung und bei der tagtäglichen Umsetzung? Was gilt es bei der Führungs- und der CEO-Kommunikation besonders zu beachten? Worin bestehen Nachteile und Schattenseiten?

Die Perikom-Fachtagung 2021 bietet einen aktuellen Überblick zur Thematik und präsentiert wie immer herausragende Beispiele aus der Praxis von HR-Management und Intern-Kommunikation. Wir versprechen einen intensiven Nachmittag mit hoher Interaktion, Spass und einem lockeren Austausch unter Kolleginnen und Kollegen. Oder, um es mit HSG-Professorin Antoinette Weibel zu sagen: „Trust rocks!“

Teilnahmegebür CHF 280.- (Für Nicht-Mitglieder 380.-).

Zur Bildergallerie des Vorjahres. Das Pdf des Programmflyers folgt später zum Download.

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An der Tagung 2019 folgten 130 Teilnehmende den Referaten, beteiligten sich an den fünf Breakout-Sessions und tauschten rege ihre Erfahrungen untereinander aus.

Keynotes

Trust rocks! Vertrauen als Voraussetzung von Engagement der Mitarbeitenden

Ohne Vertrauen sind Führung und Kommunikation wirkungslos. Antoinette Weibel ist die Spezialistin, wenn es um Vertrauen in Organisationen geht. In ihrer interaktiven Session zeigt sie auf, wie sich Vertrauen auszahlt, welche Voraussetzungen es dazu braucht und wie HR- und Kommunikationsverantwortliche zu einer Vertrauenskultur beitragen können, die das Engagement der Mitarbeitenden fördert.

Prof. Dr. Antoinette Weibel
Dr. Antoinette Weibel ist eine Vertrauens- und Organisationsforscherin und Professorin an der Universität St. Gallen.

Weibel studierte Ökonomie an der Universität Zürich und wurde dort 2002 mit dem Thema Kooperation in strategischen Wissensnetzwerken. Vertrauen und Kontrolle zur Lösung des strategischen Dilemmas promoviert. Im Jahr 2008 habilitierte sie mit dem Thema Governing Voluntary Work Behaviors und erhielt die Venia Legendi in Betriebswirtschaftslehre der Universität Zürich. Im selben Jahr übernahm sie den Lehrstuhl für Management an der universitären Hochschule Liechtenstein und die akademische Leitung des Bachelorstudiums. 2010 hatte sie den Lehrstuhl für Personal, Führung und Entscheidung im öffentlichen Sektor an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer inne. Im Oktober 2010 folgte sie dem Ruf der Universität Konstanz. Hier war sie Inhaberin des Lehrstuhls für Verwaltungswissenschaft, insbesondere Managementlehre.

Zwischen 2014 und 2016 war Weibel Direktorin am Institut für Führung und Personalmanagement an der Universität St. Gallen und Ordinaria für Personalmanagement. Seit 2016 ist sie Direktorin am Lehrstuhl für Personalmanagement am Forschungsinstitut für Arbeit und Arbeitswelten. Weibel ist Präsidentin des First International Network of Trust Researchers (FINT). Ihre neuesten Forschungsprojekte drehen sich um die Frage, wie Algorithmen das Vertrauensverhältnis am Arbeitsplatz beeinflussen und was Unternehmen machen können, wie Ihnen Stakeholdermisstrauen entgegenschlägt.

Vertrauen der Mitarbeitenden gewinnen mit Fairness und Transparenz

Es gibt keine hundertprozentig faire Beurteilung von Leistung. Aber es gibt hundert Prozent Transparenz bei den Prinzipien der Vergütung und deren Anerkennung. Unter dem Titel «Compensation 4.0» hat PwC Schweiz das eigene Vergütungsmodell gemeinsam mit seiner Belegschaft und Experten optimiert, mit dem Ziel, Feedbacks der Mitarbeitenden zu adressieren und das Engagement zu erhöhen. Der neue Ansatz rückt das Individuum in den Mittelpunkt und setzt auf die Werte Vertrauen, Fairness und Transparenz mit Neuerungen in fünf Bereichen: Löhne und Boni, Überstunden, Performance Management, Benefits und Anerkennung. Grundlage der erfolgreichen Einführung des neuen Ansatzes war eine integrierte und eng orchestrierte Kommunikationskampagne im 2019.

Referent/in
Michaela Christian Gartmann ist Territory Human Capital Leader bei PwC Schweiz. Sie arbeitet seit 2008 beim Unternehmen und war zuvor Senior HR Manager bei der GE Money Bank. Sie verfügt über einen Master of Advanced Studies in Human Resources Management und hat sich auf den Gebieten Human Resources, Change Management und Organisationsentwicklung laufend weitergebildet.

Dr. Jan-Hendrick Völker-Albert ist Head of Marketing & Communication bei PwC und Dozent für digitale Kommunikation und Socail Media an der Universität St. Gallen. Von 2006 bis 2010 war er Leiter Strategie, Marketing & Nachhaltigkeit bei der SBB. Er studierte Betriebswirtschaft an der Katholischen Universität Eichstätt -Ingolstadt mit den Schwerpunkten Marketing, Dienstleistungsmanagement und International Management und promovierte anschliessend zum Thema Reputationsmanagement.

Breakouts

In parallelen sogenannten Break out Sessions können die Teilnehmenden jeweils je zwei aktuelle Praxisbeispiele erleben. Nach einem Input erfolgt eine intensive Diskussion, an dem es Zeit für alle Fragen gibt.

Breakout 1: Das Vertrauen in die Führung wiedergewinnen

Nach dem Abgang des CEOs war die Verunsicherung bei den Mitarbeitenden gross. Wie gelingt es der Unternehmensführung, das Vertrauen der Mitarbeitenden wiederzugewinnen? Welche Rolle spielt die Unternehmenskommunikation?

Pia Krisch
„Pia Krisch ist – nach diversen Positionen in der Kommunikationsberatung und in der Finanzbranche – aktuell Kommunikationsleiterin bei Raiffeisen Schweiz. Bei der drittgrössten Bankengruppe der Schweiz ist sie für die Unternehmens-, Mitarbeitenden- sowie Marktkommunikation verantwortlich. Pia Krisch hat diverse Transformationsprojekte kommunikativ begleitet. Sie studierte und promovierte an den Universitäten Leipzig, Leicester und Erfurt.“

Breakout 2: Strategiekommunikation als Grundlage von Identifikation und Vertrauen

Grundlage für die Identifikation der Mitarbeitenden ins Unternehmen ist Klarheit über dessen Ziele, die Unternehmensstrategie, dies gilt besonders in Zeiten des Wandels, welche von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonderes Engagement verlangt.

Frank Nehlig
Frank Nehlig ist Leiter der Unternehmenskommunikation der Hirslanden AG.

Breakout 3: Sich Vertrauen im Team spielerisch erbauen

Vertrauen ist ein Geschenk und eine Frage von erfahrener Ganzheit. Aber wie kann ich psychologisch sichere Räume schaffen ohne grosse Psycho- oder Engagement-Spiele? Erfahre wie ein seriöses Spiel mit 52 ausgewählten LEGO-Bausteinen etwas in dir anstösst.

Remo Rusca
Experte für Haltungen und zukunftsfähiges Machen.

Breakout 4: Über Grenzen hinweg Vertrauen und Engagement stärken – mit einem modernen sozialen Intranet

Viele verschiedene Marken, viele Standorte, viele unterschiedliche Arten zu kommunizieren – wie bekommt man da nur alles unter einen Hut, schafft eine gemeinsame Identität und sorgt für Vertrauen und Engagement unter den Mitarbeitenden? Eine Herausforderung, die die führende Schweizer Convenience- und Food-Service-Anbieterin Valora mit der Einführung ihres Social Intranets „Valora Connect“ für 15.000 Mitarbeitende erfolgreich gemeistert hat. Janine Lutz zeigt, wie genau Valora den internen Informationsfluss verbessert und das Vertrauen ins Unternehmen sowie die Mitarbeiterpartizipation gestärkt hat.

Janine Lutz
Janine Lutz entdeckte ihr Flair fürs Digitale bei der Jobscloud AG, war danach für unterschiedliche Start-ups im Bereich Entertainment und Finance tätig und ist seit März 2018 Verantwortliche digitale Kommunikation der Valora Gruppe. Janine Lutz befindet sich mit ihrem Team aktuell auf dem Weg, die Möglichkeiten der Digitalisierung für die unternehmensweite Kommunikation und Zusammenarbeit besser zu nutzen. Dafür führten sie gruppenweit ein neues modernes Social Intranet ein.

Breakout 5: Hilti: Vertrauenskultur zu leben ist eine unendliche Reise

Seit Jahren pflegt der Werkzeughersteller sein vielbeachtetes Kulturprogramm „The Hilti Way“. In regelmässigen Abständen durchlaufen alle 29’000 Mitarbeitende zweitägige Workshops zu den vier Kernwerten des Konzerns. Vertrauen untereinander und zu den Führungskräften ist dabei die unverzichtbare Basis. Zusätzlich stellen den Länderchefs direkt unterstellte „Sherpas“ sicher, dass die Hilti-Werte auch im Arbeitsalltag reflektiert werden.

Das Bewusstsein für die Pflege der Unternehmenskultur ist quasi in der DNA des Konzerns: „Ich betrachte es als meine erste und wichtigste Aufgabe, ein Unternehmensklima zu schaffen, in dem jeder Einzelne seinen Erfolgswillen und sein Engagement entwickeln kann und gleichzeitig Freude an der Arbeit hat. Das ist meiner Ansicht nach die wichtigste Aufgabe des Managements und die ethische Verpflichtung eines Unternehmers.“ Martin Hilti, Gründer von Hilti.

Etienne Michel
Etienne Michel ist zuständig für die Kultur, Strategie und Führungsentwicklung bei der Hilti (Schweiz) AG. Seit 2007 bekleidete er im Unternehmen verschiedenen Positionen. Seit 2014 ist er als Sherpa (Businesscoach) aktiv.  Etienne Michel ist Gründer der mana’o GmbH, ein Unternehmen für Unternehmensentwicklung und Coaching.