Ort

HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich
Lagerstrasse 5
8021 Zürich

Datum

21. Mai 2026

Zeit

13.15 Uhr bis 18.15 Uhr

Anmeldung

21. Mai 2026 / Zürich

Schweizerische Tagung für HR/Interne Kommunikation
Mitarbeiter-Engagement: Zurück zur Leistungskultur?

Wenn der Ruf nach mehr Effizienz und höherem Output aus den Führungsetagen immer lauter wird, stellt sich die entscheidende Frage: Führt mehr Druck tatsächlich zu nachhaltig besserer Leistung? Oder verbirgt sich hinter dieser Strategie eine riskante Illusion?

Wir laden euch herzlich ein zu unserer Tagung „Mitarbeiterengagement – Zurück zur Leistungskultur“, die sich kritisch mit diesen Fragen auseinandersetzt und euch Wege zu einer respektvolle Leistungskultur aufzeigt.

Warum ihr dabei sein solltet:

Die Tagung beleuchtet, wie Unternehmen eine Umgebung schaffen können, in der Leistung positiv erlebt wird. In der Authentizität und Engagement auf allen Ebenen spielen und wie ihr eine Kultur etabliert die sowohl Mitarbeitende als auch Unternehmenserfolg langfristig stärkt.

Nutzt die Gelegenheit, von führenden Expertinnen und Experten zu lernen, euch mit Gleichgesinnten auszutauschen und Inputs für konkrete Strategien für eure Unternehmen zu erhalten.

Die Teilnahmegebühr beträgt 380 Franken inkl. Apéro riche // 280 Franken für Mitglieder Perikom und zgp.

Der Betrag ist auch dann geschuldet, wenn eine kurzfristige Abmeldung nach dem Anmeldeschluss vom 15. Mai eingeht.

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Perikom-Tagungen sind jedes Jahr eine gern genutzte Gelegenheit des persönlichen Austausches unter Kommunikations- und HR-Verantwortlichen.

Keynotes

Leistung ohne Engagement – Die riskante Illusion der Führung

„Wir müssen effizienter werden! Wir brauchen mehr Output!“ tönt es vermehrt aus den Führungsetagen. Führt mehr Druck zu mehr Leistung?

Prof. Dr. Antoinette Weibel (Universität St. Gallen), renommierte Expertin für Personalmanagement und Vertrauensforschung, zeigt auf, warum der Fokus auf Kennzahlen und Performance oft nicht zum erwünschten Ergebnis führt und was die Folgen sind, wenn Führungskräfte die Leistungsschraube anziehen, ohne eine Kultur des Vertrauens zu etablieren.

Antoinette Weibel

Prof. Dr. Antoinette Weibel ist Ordinaria für Personalmanagement an der Universität St. Gallen (HSG) und fungiert dort zudem als Direktorin am Forschungsinstitut für Arbeit und Arbeitswelt (FAA-HSG). Ihr wissenschaftlicher Fokus liegt insbesondere auf der Erforschung von Vertrauen in Organisationen, der Gestaltung von zukunftsfähigen Arbeitswelten sowie dem Einfluss von Führung auf die Mitarbeitermotivation. Vor ihrer Berufung nach St. Gallen war sie als Professorin an den Universitäten Liechtenstein und Konstanz tätig.

Gen Z & Alpha begeistern und binden

Was treibt die jüngsten Generationen wirklich an und warum verlassen sie Unternehmen oft genauso schnell, wie sie kommen? Stefanie Hafner gibt Einblicke in die Denkweise von Gen Z und Gen Alpha und zeigt, wie Unternehmen ihre Kultur, Kommunikation und Führung anpassen müssen. Ihr Fazit: Wer als Marke relevant bleiben will, muss zuerst als Arbeitgeber relevant sein.

Stefanie Hafner ist Chief People & Culture Officer und Partnerin bei der Unternehmensberatung Neoviso. Seit sieben Jahren ist sie für Rekrutierung, Unternehmenskultur und Mitarbeiterentwicklung zuständig . Zudem arbeitet sie auch auf Kundenprojekten in den Bereichen Employer Branding, Candidate Journey, HR Prozesse, Change und People Development. Sie ist eine gefragte Referentin und hat an der Universität Bern Psychologie studiert.

Wie Unternehmen Leistung fördern - Was steigert das Engagement der Mitarbeitenden?

Was steigert das Engagement der Mitarbeitenden? Appelle, die Extrameile zu gehen oder Rahmenbedingungen, die Leistung ermöglichen? Maja Remensberger teilt Einblicke aus ihrer langjährigen Erfahrung, wie Organisationen Leistung und Engagement nachhaltig fördern.

Maja Remensberger, Head of Organisational & People Development, Cembra

Nebst ihrer Tätigkeit bei Cembra ist Maja selbständig und unterstützt mit PowerTalk Menschen dabei, ihre mit ihrer Stimme Klarheit und Wirkung in der Kommunikation zu entwickeln. Zudem ist sie Beraterin bei Dr. Nadig & Partner. Davor war sie 22 Jahre bei Swisscom beschäftigt, zuletzt als Head of Corporate Learning. Sie absolvierte eine kaufmännische Lehre sowie Weiterbildungen zur Marketingplanerin und eidg. dipl. Verkaufsleiterin. Maja Remensberger ist daneben auch Sängerin, Songwriterin und Pianistin. Sie tritt als Solokünstlerin und Gastsängerin auf und ist als Studiomusikerin tätig.

Breakouts

In parallelen sogenannten Break out Sessions können die Teilnehmenden jeweils je zwei aktuelle Praxisbeispiele erleben. Nach einem Input erfolgt eine intensive Diskussion, an dem es Zeit für alle Fragen gibt.

Breakout 1: Mitarbeitendenengagement in der Fusion: Change-Kommunikation bei Helvetia Baloise

Die Fusion von Helvetia und Baloise bringt nicht nur zwei Kulturen zusammen. Sie macht auch aus zwei Challengern eine Marktführerin. Welche Erwartungen bringt das mit sich an die eigenen Leistungen? Diese Breakout Session gibt Einblicke in die Kommunikationsstrategie der ersten Wochen des Zusammenschlusses und wir diskutieren, wie interne Kommunikation den Weg zu einer gemeinsamen Identität ebnen kann.

Jens Wiesenhütter leitet die Kommunikation und das Content Marketing für den Markt Schweiz der Helvetia. Zuvor war er in mehreren Positionen für Finanzunternehmen tätig, als Verantwortlicher Investor Relations und Nachhaltigkeit bei der Thurgauer Kantonalbank sowie als Mediensprecher, PR und Social Media Manager bei Raiffeisen Schweiz. Auch für Kommunikations- und Marketingagenturen war Jens Wiesenhütter tätig, als Berater und Standortleiter. Er hat einen Master in International Affairs & Governance von der HSG. In seiner Freizeit ist er Fussballtrainer und gelegentlich als Stadionsprecher beim SC Brühl zu hören.

Breakout 2: Performance-Kultur organisieren - ein organisationswissenschaftlicher Blick hinter das Trend-Thema

Im Zeitalter dynamischer Veränderungen wird die Frage nach der Leistungsfähigkeit von
Organisationen immer zentraler. In dieser Break-out Session beleuchten wir das gerade oft-
diskutierte Konzept der Performance-Kultur aus organisationssoziologischer Perspektive. Die
gängige Annahme ist: wo Leistungen nicht abgerufen werden, liegt es am Mangel von
individueller Motivation. Doch wenn nicht das gezeigte Verhalten, sondern die aktuellen
Verhältnisse verantwortlich sind, hilft der Fokus aufs Individuum nicht weiter. Wir erklären,
warum „Engagementdosierung“ für Mitarbeitende funktional sein kann. Basierend auf
unserer Beratungspraxis stellen wir ausgewählte „Suchscheinwerfer“ vor, wo Führungskräfte
dennoch ansetzen können.

Carmen Duvnjak, Beraterin bei Metaplan
Carmen Duvnjak hat Soziologie und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Basel
studiert und anschließend einen Master in Unternehmensführung an der Universität St.
Gallen (HSG) abgeschlossen. Vor ihrem Einstieg bei Metaplan sammelte sie fast acht Jahre
Erfahrung als Mitglied der Geschäftsleitung Schweiz bei der weltgrössten Autovermietung.
Bei Metaplan unterstützt sie heute Unternehmen in den Bereichen Strategie, Transformation
und Führung. Mit ihrer Expertise in der Entwicklung von Performance-Kulturen begleitet sie
Führungskräfte dabei, nachhaltige Veränderungsprozesse zu gestalten, die sowohl die
Mitarbeitenden einbeziehen als auch langfristigen Erfolg sichern.

Sarah Schmid, Beraterin bei Metaplan
Sarah Schmid hat Politikwissenschaft und Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-
Maximilians-Universität München sowie Internationale Beziehungen an der London School of
Economics and Political Science studiert. Bevor sie 2021 zu Metaplan kam, arbeitete sie in
der internationalen Dialogführung für die Münchener Sicherheitskonferenz und der Friedrich-
Ebert-Stiftung im Libanon. Ihre Schwerpunkte bei Metaplan liegen in der Beratung von
Organisationen zur kulturellen Transformation und der Entwicklung von Führungskulturen.
Dabei beschäftigt sie oft die Frage, welche Strukturen eine Leistungskultur fördern – und
welche ihr im Weg stehen.

Breakout 3: Wie Delica ihre U25-Mitarbeitenden begeistert

Ein tiefer Engagement-Index bei rund 100–120 U25-Mitarbeitenden war für uns der Startpunkt für ein konsequentes Umsetzungsprogramm statt einer reinen Kommunikationskampagne. Wir haben die Treiber mit den U25 gemeinsam analysiert, diese aktiv in die Mitgestaltung geholt (Benefit-Rating, eigene Videos, professionelle Drehsession) und den Content intern wie extern genutzt. Entscheidend für eine Veränderung ist die Verankerung in der Linie. Ergänzend führen wir für die Weiterentwicklung der U25-Mitarbeitenden spezifische Dialogformate durch.

Die Breakout zeigt ein praxiserprobtes Vorgehen: Daten verstehen → Zuhören → Ziele setzen → Konsequent umsetzen → Verantwortung verankern.

Urs Hegi, Leiter HR Business Partner, Delica
Urs Hegi steht für praxisnahes HR‑Business‑Partnering mit Fokus auf Führung, Performance, Vergütung und Talententwicklung im industriellen Umfeld. Als Leiter HR Business Partner bei Delica treibt er People‑Themen voran, die Wirkung, Klarheit und Leistungsfähigkeit für Mitarbeitende und Führungsteams schaffen – datenbasiert, umsetzungsorientiert und mit hohem Businessfokus.

Simon Ursprung, Leiter Rekrutierung, Employer Branding & BGM
Simon Ursprung verbindet strategische HR-Transformation mit Employer Branding, Recruiting und interner Wirkung in einem industriellen Umfeld. Er verantwortet und gestaltet Programme rund um Talentgewinnung, Mitarbeiterbindung, Gesundheit/Leistungsfähigkeit sowie AI-/Digitalisierung in Organisationen. Seine Stärke liegt an der Schnittstelle von Business Case mit HR-Daten, Leistungskultur und Verhaltensänderung.

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Breakout 4: Der Kambly‑Weg zu Spitzenleistungen: Human Excellence als Fundament der Leistungskultur

Was bringt Menschen dazu, jeden Tag ihr Bestes zu geben? Bei Kambly ist die Antwort klar: Sinn, Vertrauen und Führung, die bei sich selbst beginnt. Diese Session zeigt, wie echte Spitzenleistung entsteht, wenn Führung mehr ist als eine Methode. Wenn Menschen sich entwickeln dürfen, durch gezielte Führungsentwicklungsschulungen, klare Kambly Führungsgrundsätze und die bewusste Führung der eigenen Person.

Im Zentrum steht eine Arbeit, die Sinn vermittelt: Produkte, die Freude bereiten, und eine Kultur, die verbindet. Daraus entstehen Engagement, Verantwortung und der Wille, gemeinsam besser zu werden. Ein ehrlicher Einblick aus der Praxis für alle, die Führung nicht nur verstehen, sondern spürbar machen wollen.

Cyrill Hanhart bringt über 15 Jahre Erfahrung bei Kambly mit, darunter auch in verschiedenen Führungsfunktionen. Im Rahmen seiner Masterarbeit im EMBA in General Management setzte er sich intensiv mit interner Kommunikation auseinander und führte ein Social Intranet. Dieses hilft dabei die Unternehmenskultur und die Werte von Kambly für alle Mitarbeitenden erlebbar werden zu lassen.

In seiner täglichen Arbeit bewegt sich Cyrill an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Bereichen und wirkt unter anderem als Ansprechperson und Vermittler. Die Themen Kommunikation, Führung und Selbstreflexion begleiten ihn dabei kontinuierlich und prägen sein Verständnis von Zusammenarbeit und Leistungsfähigkeit.